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Einfaches Sockenrezept PDF Drucken E-Mail

Einfaches Sockenrezept für jede Größe

-ausbaubar in alle Richtungen-

(Bilder folgen - in Arbeit)

Hinweise sind kursiv geschrieben

 

  • Schaft:

benötigte Maschenzahl (nach Maschenprobe) anschlagen und auf 4 Nadeln verteilen.

In der Runde bis zur Ferse stricken.

 

Siehe auch Tabellen, von versch. Firmen erhältlich z. B. Regia, Opal…

 

Dazu eignet sich besonders ein Rippenmuster, da es sich nicht einrollt und die Socken dann auch nicht rutschen, sondern elastisch den Träger der Socke bekleiden.

Zumindest empfiehlt es sich einige Zentimeter in Rippenmuster zu beginnen, außer es ist ein Rollrand gewünscht.

Z. B. 5 cm 2 re 2 li Rippen dann weiter bis zur Ferse in 3 re 1 li – das zeigt die Sockenwolle aber sorgt für Struktur.

 

Schaftlänge nach Belieben – Herrensocken in der Regel 18 bis 20 cm, Damensocken: alles ist möglich.

 

  •  Ferse

über die Hälfte der Maschen hin und zurück stricken (am zweckmäßigsten auf einer Nadel) – die anderen beiden Nadeln sind stillgelegt.

 

Die Ferse kann verstärkt gestrickt werden, dann ist sie haltbarer:

 

  •  Fersenwand

stricken, bis sie quadratisch ist (also: so hoch wie breit).

Z. b. Randmasche, 2 Maschen links, *1 rechts, 1 abheben wie zum links Stricken,* Muster zwischen den Sternen wiederholen bis nur noch drei Maschen zu stricken sind: enden mit 2 M. links, 1 Randmasche. Rückseite/Rückreihe: Randmasche, alle Maschen links stricken, Randmasche. Diese beiden Reihen wiederholen bis die benötigte Höhe der Fersenwand erreicht ist.

 

Wenn in der Außenseite die abgehobenen und gestrickten Maschen versetzt werden entsteht das „eye of the partridge“ (Wachtelaugenmuster), wenn sie nicht versetzt werden, eher eine Rippenoptik.

Die linken Maschen an den Außenkanten erleichtern das Abzählen der Reihen um die zweite Sockenferse gleich hoch zu stricken und sehen außerdem hübsch aus.

 

 

  • Fersenkäppchen

kann ganz verschieden gestrickt werden.

Eine Möglichkeit: nach dem Fertigstellen der quadratischen Fersenwand werden die Maschen gedanklich in drei Teile geteilt. Eventuell markieren mit Faden oder Sicherheitsnadel. Rechte Seite (außen) – die ersten zwei Drittel der Maschen stricken – aber: die letzte Masche des zweiten Drittels und die erste Masche des letzten Drittels rechts überzogen zusammenstricken (besser noch „ssk“ – Erklärung folgt).

 

„ssk“: bedeutet auf englisch slip-slip-knit, es ist ganz einfach, aber etwas umständlich zu erklären: zwei Maschen nacheinander wie zum rechts Stricken abheben und zurück auf die linke Nadel schieben. Die rechte Nadel kann dabei gleich in den beiden Maschen (wie zum verschränkt zusammenstricken) verbleiben. So die beiden Maschen zusammen abstricken. Das Ergebnis ist, dass sich die Abnahme nach links neigt, im Gegensatz zum rechts Zusammenstricken, wobei sich die Abnahme nach rechts neigt.

 
Wenden. Die erste Masche (war die zusammengestrickte Masche der Vorreihe) abheben und das mittlere Drittel der Maschen links stricken (Innenseite der Socke). Die letzte Masche des mittleren Drittels und die erste Masche des letzten Drittels links zusammenstricken. Wenden. Die erste Masche abheben, mittleres Drittel abstricken, dabei die letzte Masche des mittleren Drittels und die erste Masche des letzten Drittels rechts überzogen zusammenstricken. Wenden….usw. bis alle Maschen der äußeren Drittel „aufgebraucht“ sind.

 Zum weiteren Verständnis: es wird eigentlich nur das mittlere Drittel gestrickt und jeweils am Ende eine Masche der Seiten dazugestrickt, damit sich das Fersenkäppchen bildet.

 Meine bevorzugte Ferse ist die Herzferse: s. Extrablatt.

 

  • Zwickel

Die Socke muss wieder rund weitergestrickt werden.

Dazu die Randmaschen aus der Fersenwand auffassen (diese Maschen in der ersten Strickrunde verschränkt abstricken um unschöne Löcher zu vermeiden).

Die Maschen, die vom Fersenkäppchen übrig sind, in der Mitte teilen und die Hälften zu den aufgefassten Maschen der Fersenwand auf die Nadeln nehmen = vier Nadeln.

Ziel ist es, wieder die gleiche Maschenanzahl zu erreichen, die beim Schaftstricken auf den Nadeln waren, das passt für die meisten Sockenträger.

Dazu müssen die Maschen, die jetzt zu viel (aus der Fersenwand)vorhanden sind, abgenommen werden.

Wir unterteilen die Nadeln in zwei Fersennadeln und zwei Fußrückennadeln.

Kommend von der Ferse wird die letzte Masche der Fersennadel (von oben gesehen ist das die rechte Seite des Fußes) mit der ersten Masche der Fußrückennadel rechts zusammengestrickt, Nadel zu Ende stricken. Nächste Nadel (= 2. Fußrückennadel) bis zur letzten Masche stricken, diese letzte Masche mit der 1. Masche der nächsten Nadel (1. Fersennadel) zusammenstricken und zwar rechts überzogen, besser aber noch „ssk“ (Erklärung folgt).

Nadel zu Ende stricken, nächste Nadel bis zur letzten Masche stricken, diese Masche wieder mit der ersten Masche der folgenden Nadel rechts zusammenstricken. Usw. bis die gewünschte Maschenzahl erreicht ist.

Wenn eine langsamere Abnahme gewünscht ist (hoher Spann), dann eventuell in jeder 2. Reihe abnehmen. Die Möglichkeiten sind vielfältig.

 

  • Fußlänge

In Runden weiterstricken bis die gewünschte Länge erreicht ist. Das ist meistens bis zum Ende des Kleinzehes des Sockenempfängers oder ca. 5 cm vor Erreichen der Gesamtlänge der Socke.

Anhaltspunkt: Gesamtlänge der Socke: Schuhgröße geteilt durch zwei, Ergebnis mal drei entspricht der Gesamtlänge der Socke in Zentimetern.

Oder: die Gesamtlänge der Socke entspricht circa dem Umfang der geballten Faust der entsprechenden Person.

  •  Sockenspitze

Auch hier gibt es wiederum viele Möglichkeiten, hier zwei davon.

  1.  Sternspitze:

Jeweils die letzten beiden Maschen jeder Nadel rechts zusammenstricken, nach jeder Runde eine Zwischenreihe ohne Abnahme – fortfahren bis die Hälfte der ursprünglichen Maschenzahl erreicht ist.

Dann in jeder Reihe abnehmen bis insgesamt nur noch acht Maschen übrig sind. Den Strickfaden abreißen (Rest belassen) in Stopfnadel fädeln und die acht Maschen mit diesem Faden zusammenziehen. Fäden vernähen. Das Ergebnis sind spiralige Abnahmen, die sich um die Fußspitze ziehen.

        2. Eine andere Möglichkeit ist die Bandspitze:

 Die vier Nadeln gedanklich in Fußrücken- und Fußsohlennadeln unterteilen -

Beginn der Abnahmen an der rechten Außenseite des Fußes (Fuß von oben gesehen)  an der Fußsohle:

Stricken bis 3 Maschen vor Ende der Nadel. Die drittletzte mit der zweitletzten Masche  rechts zusammenstricken. Nächste Nadel (Fußrücken) die zweite und die dritte Masche rechts überzogen oder besser „ssk“ zusammenstricken. Nächste Nadel (Fußrücken) bis zu den letzten drei Maschen stricken, die drittletzte mit der zweitletzten Masche rechts zusammenstricken. Nächste Nadel (Fußsohle) die zweite Masche mit der dritten Masche rechts überzogen oder besser „ssk“ zusammenstricken. Zwischenreihe. So fortfahren bis nur noch die Hälfte der ursprünglichen Maschen auf den Nadeln sind. Dann in jeder Reihe wie beschrieben abnehmen bis nur noch insgesamt 12 Maschen übrig sind. Diese Maschen entweder im Maschenstich verbinden um die Spitze zu schließen oder die Socke wenden (wenn es zu gefährlich scheint, dazu die Maschen auf Sicherheitsnadeln nehmen) und einen „three-needle-bind-off“ (drei-Nadel-Abketten) arbeiten.

 

Das funktioniert in diesem Fall so: auf jeweils zwei Nadeln sind jeweils 6 Maschen. Mit einer dritten Nadel durch die erste Masche der vorderen Nadel wie zum rechts-Stricken einstechen, dann durch die erste Masche der dahinter liegenden Nadel wie zum rechts-Stricken einstechen, Faden durch beide Maschen holen, die abgestrickten Maschen von der linken Nadel gleiten lassen, die nächsten beiden Maschen genauso abstricken = 2 Maschen auf der rechten Nadel. Jetzt eine Masche davon abketten. Die nächsten beiden Maschen der linken Nadeln abstricken = 2 Maschen auf der rechten Nadel – wieder abketten – bis alle Maschen abgearbeitet sind. Faden durch die letzte Masche ziehen und vernähen.

 Bei der nächsten Socke unbedingt die gleiche Richtung beim Zusammenstricken beachten.

 Viel Spaß beim Stricken & viel Erfolg,

Maria

© Maria White 2006, die Anleitung kann ausschließlich für den Privatgebrauch mit Copyright-Vermerk weitergegeben werden. Jede Verwertung, die über die private Nutzung hinausgeht, ist ohne meine Zustimmung nicht zulässig.

 

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